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Wir tun etwas

für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit

im Rahmen der Richtlinie über die Gewährung von Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Thüringen zur Steigerung der Chancengerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit sowie zur Förderung von schulischen Berufsorientierungsmaßnahmen an weiterführenden allgemein bildenden Schulen in Thüringen (ESF-Schulförderrichtlinie)

 

Der KiK e.V. gehört zu den Trägern, die sich seit 20 Jahren mit dem Problem des Schulschwänzens befassen. In unserem COOL-Bereich haben bereits über 500 schulmeidende Kinder und Jugendliche wieder einen Rück-Weg in die Schule gefunden.

Wir wissen, dass kaum ein Jugendlicher dem Unterricht aus lauter Übermut fern bleibt. Meist  gibt es ernsthafte Gründe, warum man den Unterricht meidet. Mobbing kann dazu gehören. Angst zu versagen, miese Noten, wenig Wertschätzung oder einfach zu viel Trabbel zu Hause, können Auslöser sein.

Doch wer fehlt, kann auch keinen Schulabschluss erreichen. Und wer keinen Abschluss hat, hat Schwierigkeiten, einen Beruf zu erlernen.  Und wer beruflich nicht startet, steckt im Leben fest. Wer will das? Um diesen Drehtüreffekt zu vermeiden, organisieren wie gemeinsam mit der Regelschule 1 „Thomas Mann“  ein Projekt zur Senkung der Schulabbrecherquote und zu besseren Integration von Schüler*innen nicht-deutscher Herkunft in den Schulalltag.

Dazu arbeiten unsere Sozialarbeiter*innen direkt vor Ort in der Halleschen Straße.  Wir sind der Meinung, jeder ist „klasse“, nur kann man das manchmal selber nicht sehen und fühlen.  Nachfolgend eine Kurzbeschreibung unserer inhaltlich-methodischen Herangehensweise.

 

Unser Projekt wird gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

 

Kurzbeschreibung

„Wir sind Klasse“

Maßnahme zur Senkung des Anteils

von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss

Kooperationsprojekt von Thomas-Mann-Regelschule und KiK e.V.

Das Projekt richtet sich an die Zielgruppe der  schuldistanzierten Jugendlichen, Klassenstufen 7 bis 10, die durch ständiges unentschuldigtes oder nicht nachvollziehbares Fernbleiben den Erwerb des regulären Abschlusses gefährden oder anderweitige Lern- und Integrationsprobleme aufweisen.

Zum anderen richtet sich das Projekt an die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen nicht-deutscher Herkunftssprache, für die es um ein inneres und äußeres Ankommen und um Teilhabe in unterschiedlichen Lebensfeldern geht.  Für beide Schülerzielgruppen ist es wesentlich, haltende Strukturen und ein Willkommensklima zu schaffen, das an den Lern- und Lebensort Schule bindet und eine am individuellen Bedarf ansetzende ganzheitliche Förderung ermöglicht.

Hierbei handelt es sich um komplexe Bedarfe und Bedingungen, auf die es nicht die „eine“ richtige Antwort geben kann. Aus diesem Grund ist das Konzept auf einen Mix von sich gegenseitig  ergänzenden Handlungsfeldern ausgelegt.

Zur Kernstruktur gehören die „Kümmerschule“, die „Konfliktschule“, die „Aktivschule“ und die „Draußenschule“, die in ihrer Gesamtheit ein integrationsförderndes Klima schaffen.

Schwerpunkt der „Kümmerschule“ ist  das individuelle Case Management, das bis in die Familie hineinwirkt und Unterstützung entlang der konkreten Lebenslage organisiert. Für schuldistanzierte SchülerInnen bedeutet das  „Andockchancen“ und Rückkehrstrategien zu eröffnen. Für SchülerInnen anderer Nationalität stehen alltagsnahe Integrations- und Verstehenshilfen im Vordergrund.

Da auch Erziehungsberechtigte Hilfe brauchen und mit herkömmlichen Elternabenden oft nicht erreicht werden, ist  eine „aufsuchende Elternarbeit“ mit Hausbesuchsdienst vorgesehen. Sie richtet sich an Eltern beider Zielgruppen. Setting-Vielfalt ist ein Merkmal der „Kümmerschule“.

Der Schwerpunkt der „Konfliktschule“ ist darauf gerichtet, das Handwerkszeug zum Umgang mit frustrierenden Situationen einzuüben und demokratische Teilhabe in Alltagssituationen zu erlernen. Kernstück ist eine wöchentliche „Lösungsgruppe“ zum Umgang mit (akuten) Problemsituationen.

Der Grundgedanke der „Aktivschule“ besteht  darin,  mehr Möglichkeit zum selbstverantwortlichen Lernen und zu kooperativen Lernformen zu geben. Bausteine der „Aktivschule“ sind außerdem selbstgewählte außerschulische Kreativprojekte sowie ein klassenübergreifendes Teamprojekt, das aus Schülersicht Vorschläge für eine „gute Schule“ erarbeitet.

Die „Draußenschule“ befähigt durch thematische „Stadtausflüge“ zum Kennenlernen von Gesellschaftsorten (Museen, Bibliotheken, Schuldnerberatung, Musiklabor u.a.) und zur Vertiefung von Unterrichtsinhalten. Insbesondere für SchülerInnen nicht-deutscher Herkunft wird damit anschauliches Lernen am anderen Ort ermöglicht.

Ziel ist es u. a. bis Projektende die Quote der Abgänger ohne Abschluss an der Gesamtschule möglichst auf unter zehn Prozent zu reduzieren. Das schließt ein,  Schuldistanz bereits im Ansatz zu stoppen, verfestigte Verweigerung aufzulösen und eine schulische Gesamtstrategie „Frühe Hilfen zur Schwänzerprävention und zur Erlangung eines regulären Schulabschlusses“ zu entwickeln und in den Schulalltag zu implementieren.   

Best-Practice-Erfahrungen dieses Projektes und bundesweite Erfahrungen gehen darin ein.

Maßnahmeort  ist  in Erfurt  die Thomas-Mann-Regelschule in der Halleschen Straße 18.

Der Maßnahmezeitraum erstreckt sich vom 01. März 2016 bis 31. Juli 2019.

Stand: November 2017

 

 

 

 
TIPP!
 

Mehrgenerationen-
Treff mit Cafe
im KiK e.V.

 

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